„Wurzelsakrament“ Kirche: Zeichen und Werkzeug des Heiles


Das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet die Kirche als „gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit", und als „allumfassendes Heilssakrament" (Kirchenkonstitution n. 1. 48; vgl. 59).
Die sieben Sakramente sind bekannt: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Weihe und Ehe. Inwiefern aber ist auch die Kirche „Sakrament"?
Unter den Sakramenten verstehen Katholiken sichtbare Zeichen, die von Christus - direkt oder indirekt - dazu eingesetzt worden sind, das unsichtbare Heil zu bewirken, das sie bezeichnen. Dieser Weg der Heilsvermittlung entspricht der menschlichen Natur: Auch wir Menschen bestehen ja aus einem sichtbaren und einem unsichtbaren Element, aus Leib und Seele. So sind wir empfänglich für Gottes unsichtbare Gnade, aber uns hilft eine sichtbare Vermittlung. Das kennen wir schon aus dem Alltag: Auch die unsichtbare Liebe zwischen Menschen nimmt sichtbare Ausdrucksformen an, wie zum Beispiel eine Umarmung, einen Kuss oder einen Ring.

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