Orgel


Die Orgel der Kirche St. Elisabeth

Die Orgel der Elisabethkirche wurde im Jahr 1911 von der Bonner Orgelbaufirma  Johannes Klais fertiggestellt. Die Planung sah ein viermanualiges  Instrument vor, wobei das vierte Manual als Fernwerk hinter dem Hauptaltar konzipiert wurde. Aus finanziellen Gründen wurde das Fernwerk jedoch zunächst nicht gebaut. Erst 1989/90 gelang es im Rahmen einer Generalüberholung, unter Verwendung von originalen Orgelteilen aus dem Jahre 1910, diesen ursprünglichen Plan in die Tat umzusetzen. Mit einem eigenen Spieltisch versehen erhielt man so eine separat zu spielende Chororgel. Seitdem verfügt die Orgel über 59 Register (48 Register Hauptorgel, 11 Register Chororgel). Johannes Klais schuf eine der deutschen Spätromantik verpflichtete Orgel mit pneumatischer Traktur. Eine Besonderheit sind hier die Disponierung von Hochdruckstimmen (HD), die der Orgel eine besondere Kraft verleihen. Die Oktavkoppeln sind vollständig ausgebaut, ebenfalls finden sich alle Registergruppen (Prinzipale, Flöten, Streicher, Schwebungen und Zungen) in dem Instrument vertreten. Die Werke der deutschen Romantik, vor allem Max Regers, lassen sich auf dieser Orgel deshalb authentisch interpretieren. Die Gehäusegestaltung wurde Klais vom Architekten der Kirche vorgegeben, sodass eine optimale Verbindung zum gesamten Kirchenraum hergestellt wurde. Seit 2002 verfügt die Orgel über eine von der Fa. Klais konzipierte Setzeranlage.

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Die Orgel der Kirche St. Nikolaus

Seit April 1999 steht und klingt in St. Nikolaus eine von der Orgelbaufirma Hartwig Späth aus Freiburg errichtete Orgel. Die Orgel verfügt über 32 Register, die sich auf drei Manuale (Hauptwerk, Schwellwerk, Solo) und Pedal verteilen. Jedes dieser Teilwerke bildet ein in sich geschlossenes Instrument. Der Dispositionsentwurf verbindet Elemente des deutschen und französischen Orgelbaus in ausgewogener Mischung miteinander. Durch dieses Verfahren wird eine große stilistische Bandbreite gewährleistet. Eine Besonderheit ist das Solowerk (Manual III), welches mit Zungen- und Cornettstimmen besetzt ist, die eigentlich zum Hauptwerk gehören. Mittels dieser Lösung werden die Spiel- und Registriermöglichkeiten beträchtlich erweitert.

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Die Orgel der Kirche St. Quirinus

Die Orgel der Dottendorfer Pfarrkirche wurde in den Jahren 1968 − 1971 von der Firma Seifert (Kevelaer) unter Verwendung von Gehäuseteilen der Vorgängerorgel erbaut. Der Entstehungszeit gemäß weist die Disposition Elemente der damals vorherrschenden neobarocken Klangvorstellung auf: Verzicht auf eine 8'- Prinzipalbasis unter Bevorzugung von Flötenregistern, gemischten Stimmen, hochliegenden Mixturen und kleinfüßigen Registern. Konsequenterweise wurde auf ein wie im 19. Jahrhundert übliches Schwellwerk verzichtet. Die Crescendowalze weist jedoch noch auf Vorstellungen des romantischen Orgelbaus hin. 1978 wurde die Orgel von der Fa. Klais um einige Register erweitert.  Zurzeit besteht die Orgel aus 19 Registern (2 Manuale /Pedal) und einem fahrbaren Spieltisch. Das 1. Manual steht im unteren, das 2. Manual im oberen Gehäuseteil.

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Die Orgel der Kirche St. Winfried

Die von der Schwarzwälder Orgelbaufirma Claudius Winterhalter errichtete Orgel wurde 2007 eingeweiht. Sie verfügt auf zwei Manualen und Pedal über 17 Register, einen Vorabzug, vier Transmissionen und einen Tremulanten. Neben Subbass 16' und Fagott 16' nutzt das Pedal einige Transmissionregister aus dem Hauptwerk: Octavbass 8', Bassoctave 4', Gedecktbass 8' und Trompete 8'. Die Superoctave 2' im Hauptwerk ist ein Vorabzug aus der Mixtur. Die Orgel ist am Klangbild des späten Barock orientiert, durchaus aber auch beeinflusst durch Ideale der Frühromantik.

Bemerkenswert ist auch die architektonische Einfügung in den Kirchenraum. Claudius Winterhalter hierzu: „Im Sinne konstruktivistischer Malerei und Skulpturkunst (Mondrian, Malewitsch, Gabo) ist die Orgelanlage als geometrisches Bild und farbige Plastik angelegt und besitzt somit gestalterische Eigenständigkeit bei gleichzeitiger Einbindung in die Topographie von Aufstellungsplatz und Raumschale. Prinzipien malerischer Abstraktion werden Architektur. Dieser wohltuende Eindruck soll dem Betrachter schon beim Eintritt in die Kirche vermittelt werden.“

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